JOSEF ROSNER

Elektroautos nach AbwrackprÀmiensubventionen ?

die Bundesregierung hat gestern lautstark verkĂŒndet, sie wolle die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 auf eine Million erhöhen. Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! Die große Koalition hat nĂ€mlich bisher das Gegenteil getan und permanent - fast penetrant - Innovationen in umweltfreundliche MobilitĂ€t verhindert:

  • Noch ist ein Elektroauto rund 5.000 Euro teurer als ein vergleichbares konventinell angetriebens Fahrzeug. Hier hĂ€tten wir eine UmweltprĂ€mie statt der AbwrackprĂ€mie gebraucht !
  • Jetzt ist aber das Geld alle und wurde mit unsinnigen Subventionen klimaschĂ€dlicher Autos in Form der AbwrackprĂ€mie verbraten!
  • Mit der AbwrackprĂ€mie hat die große Koalition den Markt fĂŒr Elektroautos ausgelöscht: Niemand, der sich jetzt einen Neu- oder Jahreswagen gekauft hat, kauft sich in den nĂ€chsten 5 Jahren einen Elektrowagen. Dies kann man nicht den KĂ€ufern anlasten, diesen Schuh muss ich die derzeitige Bundesregierung anziehen!
  • Die deutsche Autoindustrie scheint wieder - wie immer - einen Trend zu verschlafen. Die Jobs in der deutschen Autoindustrie stehen bald wieder auf der Kippe! Der Umsatzeinbruch in der Branche nach Auslauf der PrĂ€mien ist schon prognostiziert, wann kommt die nĂ€chste AbwrackprĂ€mie?
    http://www.vcd.org/auli_2009_2010.html>weiterlesen

Das Manöver der Großen Koalition ist der durchsichtige Versuch, sich im Nachhinein ein GrĂŒnes MĂ€ntelchen anzuziehen - Greenwashing fĂŒr Schwarz-Rot!

Kaum zu glauben, was sich Herr von und zu Guttenberg zum Thema CO2 einfallen lÀsst - langer Arm der Automobilindustrie winkt mit ?

Guttenberg-Papier: CO2-Minderung im Verkehrsbereich
Auch bei CO2-Emissionen im Straßenverkehr ergeben sich signifikante Einsparpotenziale. Das BMWi begrĂŒĂŸt grundsĂ€tzlich den integrierten Ansatz der EU-Kommission zur CO2-Minderung im Verkehrsbereich. Entscheidend ist jedoch, dass dabei technologieoffen vorgegangen wird und die GrundsĂ€tze der Besseren Rechtsetzung weiterhin konsequent auf neue Initiativen - z. B. auf die CO2-Verordnung fĂŒr leichte Nutzfahrzeuge - angewendet werden. Auch darf es nicht dazu kommen, dass Maßnahmen ĂŒberdurchschnittlich stark das Pkw-Premiumsegment belasten, in dem Deutschland eine Spitzenposition einnimmt. Die Hersteller von kleinen und mittleren Pkw mĂŒssen ebenfalls ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gerade bei Nutzfahrzeugen kommt der FolgenabschĂ€tzung vor dem Hintergrund lĂ€ngerer Produktlebenszyklen besondere Bedeutung zu. Außerdem ist gerade der Nutzfahrzeugmarkt in der Wirtschaftskrise massiv eingebrochen, so dass derzeit keine neuen Regelungen in Angriff genommen werden sollten. Vielmehr gilt es, die bereits verhandelten Regelungen, wie z. B. zur allgemeinen Sicherheit und zur Reduzierung der Schadstoffe, umzusetzen.