JOSEF ROSNER

Kompetenzen des Verwaltungsrates der BayernLB

selbsternannte Finanzmarktexperten ?

Wie darf ich die Aussage von Kurt Faltlhauser, vor Erwin Huber als Finanzminister "Verantwortungsträger" im Verwaltungsrat, einordnen: "Wie sollte ein Politiker aus der Provinz klüger sein als jene Finanzmarktexperten, die den entsprechenden Kreditverbriefungen Triple-A-Qualität bescheinigten ?"

Wenn ein Verwaltungsrat - die Zusammensetzung des aktuellen Verwaltungsrates lesen Sie hier ... - im obersten Aufsichtsgremium einer Landesbank sitzt, nur den AusfĂĽhrungen der(des) Vorstands(vorsitzenden) Glauben schenkt und dann - möglicherweise klug unverständlich vorbereitete - Entscheidungen ohne Nachfragen lediglich abnickt, braucht man denn dann ein solches Gremium doch ĂĽberhaupt ?

Kuschelpolitik bringt hier ĂĽberhaupt nichts !

In diesem Ausschuss sollte man die Kuschelpolitik aufgeben und deutliche Fragen stellen, die auch verständlich beantwortet werden können und müssen, und man darf sich nicht mit Ausreden, Umschreibungen und sonstigen Ausflüchten der Bankvorstände und von der Bank bezahlter Gutachter zufrieden geben. Logischerweise wird man dann im Landtag als Lügner hingestellt, wenn man die möglicherweise bewusst schwammig formulierten Anfrageergebnisse zu ebenso "einfachen" Anfragen, man könnte sich ja mit einer Frage blamieren, falsch einschätzt, weil man eben, wie Faltlhauser es so gut beschreibt, kein Experte sei und Bankgeschäfte gar nicht erst versteht, geschweige denn sie zu verstehen versucht ?

Es reicht eben nicht, die eigenen Kontostände richtig einordnen zu können. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nur an diverse Vorgänger im Amt des Finanzministers, an die durch die sogenannte "Amigo-Affäre" bekannt, bzw. inzwischen unbekannt gewordenen Herren Streibel und Tandler !

zur Erinnerung: Juli 1995 · Glück widerspricht Vorwurf der Steuerhinterziehung
München, 9.7.1995: Der CSU-Vorsitzende im Landtag Alois Glück will massiv gegen die Vorwürfe der Steuerhinterziehung vorgehen. Wie ein Sprecher der Fraktion gegenüber B5-Aktuell mitteilte, will Glück morgen die Geschäftsführung der Bayerischen Vereinsbank fragen, ob es tatsächlich ein Konto gibt, das auf seinen Namen läuft. Falls ja, dann müsste sich ja herausfinden lassen, wer das Konto eröffnet hat, fügte der Sprecher hinzu. In diesem Fall wolle Glück juristische Schritte einleiten.

Nach Berichten der Nachrichtenmagazine DER SPIEGEL und FOCUS werden sowohl Glück als auch der ehemalige Ministerpräsident Streibel sowie der frühere Finanzminister Tandler der Steuerhinterziehung bezichtigt. Dabei sollen über CSU-Konten Privatgeschäfte abgewickelt worden sein. Die Staatsanwaltschaft München hatte die Zentrale und das Archiv der Bayerischen Vereinsbank durchsucht. Kontounterlagen der drei Politiker seien beschlagnahmt worden. Glück hatte bereits gestern erklärt, er habe gar kein Konto bei der Vereinsbank und über Konten der CSU könne er nicht verfügen. Auch Streibel und Tandler haben die Berichte zurückgewiesen.

Quelle: http://www.germnews.de/gn/1995/07/09