JOSEF ROSNER

Eis verwandelt den Kanal in eine Sackgasse

da k├Ânnten die Donau-Stau-Kanalisier-Bef├╝rworter samt der RheinMainDonauAG noch etwas dazulernen, sollten sie aufmerksam die Zeitung lesen oder vielleicht sogar durch das Wasserschifffahrtsamt informiert worden sein ?

Das Wortspiel mit "R├Ąchtschraipfela" klingt auch gut: "ReinMeinDoneu in mein Geldbeutel"

Nix g'naus woa├č ma ned !

Aber sp├Ątestens nach der Bundestagswahl wird der Beschlu├č der damaligen Rot-Gr├╝nen Bundesregierung gekippt werden, falls die B├╝rgerlichen die schon sicher geglaubte Mehrheit bekommen, deshalb kann man ja mal auch zwischenzeitlich gegen den Ausbau sine Stimme erheben, wie Herr S├Âder vor einigen Wochen !

Eis verwandelt den Kanal in eine Sackgasse
Riedenburg, 26.1.2009: (DK) Seit dem vergangenen Wochenende ist der Main-Donau-Kanal zumindest teilweise wieder befahrbar. Von Kelheim aus, k├Ânnen die Schiffe wieder in die Wasserstra├če einfahren. In Bachhausen ist allerdings noch immer Schluss.

Es war ein arbeitsreiches Wochenende f├╝r die Spezialisten des Wasserschifffahrtsamtes. Um 15 Uhr starteten sie am Freitag in Regensburg mit einem Eisbrecher in Richtung Dietfurt, um mit dem Spezialschiff den Weg f├╝r die Frachter frei zu machen, die in der Wasserstra├če im wahrsten Sinne auf Eis lagen. Zuvor hatte das Gef├Ąhrt daf├╝r gesorgt, dass zumindest der Schiffsverkehr auf der Donau wieder einigerma├čen reibungslos verlief.

Einige wollten allerdings offenbar nicht so lange warten. Ein Frachtschiff k├Ąmpfte sich, noch bevor der Eisbrecher kam, von der Donau aus den Kanal hinauf bis zur L├Ąnde in Haidhof. Dort wurde es mit Holz beladen und machte sich auf den R├╝ckweg in Richtung Kelheim und weiter nach ├ľsterreich, wie Kai Bramhoff von der Riedenburger Au├čenstelle des Wasserschifffahrtsamtes berichtet. Vor allem im so genannten Oberwasser der Schleusen in diesem Kanalabschnitt trieben zu diesem Zeitpunkt noch Eisschollen. Stellenweise war auch die Fahrstrecke trotz Tauwetters noch immer gro├čfl├Ąchig zugefroren. Zuletzt war die Situation im Winter 2005/06 vergleichbar. Auch da kam der Eisbrecher zum Einsatz.

Eisbrecher unterwegs

Problematisch ist das Eis aber nicht nur f├╝r die Schiffe, sondern auch f├╝r die Schleusenanlagen. An den Wehren wurde deswegen in den vergangenen Wochen mit Sprudelanlagen versucht, das Wasser st├Ąndig in Bewegung zu halten, damit es nicht zufriert. Eisschollen, die gegen die Tore dr├╝cken, waren dennoch eine "enorme Belastung" f├╝r die Konstruktionen, wie Bramhoff erkl├Ąrt. Von gr├Â├čen Sch├Ąden wurden die Schleusen allerdings offenbar verschont.

Sp├Ąt in der Nacht auf Samstag kam der Eisbrecher schlie├člich in Dietfurt an. Bereits am Sonntag setzte er seine Fahrt Richtung Main fort. Dabei musste er sich teilweise noch durch geschlossene Eisdecken von zehn bis 15 Zentimeter Dicke schieben. Vor allem im Bereich des Ottmaringer Tals zwischen Dietfurt und Beilngries war es frostig.

Besonders dick ist das Eis n├Ârdlich von Bachhausen. Im Eisbericht von gestern warnt das Wasser- und Schifffahrtsamt N├╝rnberg in diesem Bereich vor Eisschollen mit einer Dicke von bis zu 45 Zentimetern. Im Bereich der Schleusen gibt es demnach sogar "zusammengeschobene Eisschollen", die ├╝ber einen halben Meter stark sind. Auch wenn der Eisbrecher dort mittlerweile aktiv ist, hie├č es gestern aus N├╝rnberg, dass eine Freigabe des Schiffverkehrs in diesem Bereich "derzeit nicht absehbar" ist. Schiffe, die weiter Richtung Main wollen, m├╝ssen deswegen warten. In Berching und Bachhausen stauen sich die Frachter.

Im S├╝den war der Kanal gestern zumindest bis zum Unterwasser Bachhausen wieder befahrbar. Allerdings nur eingeschr├Ąnkt. Zwischen Berching und Kelheim verbot das Wasserschifffahrtsamt in N├╝rnberg eine Schleusung der Schiffe zwischen 20 und 6 Uhr. Nach wie vor gilt an den Schleusen dieses Abschnitts laut Eisbericht die Warnstufe II "Schifffahrt behindert". Viele Schiffe sind es derzeit ohnehin nicht, die von Kelheim aus in die Sackgasse einfahren. Und "von oben her kommt sowieso nichts", wie Bramhoff sagt.

G├╝terzug als Konkurrenz

Der Stillstand auf dem Kanal bedeutet f├╝r Firmen, die auf Lieferungen ├╝ber die Schifffahrtsstra├če angewiesen sind, enorme Einbu├čen. Eine Woche falle dabei nicht ins Gewicht, so Bramhoff. Wenn aber f├╝r mehrere Wochen nichts mehr geht, wird die Situation auch f├╝r die Kanal-Betreiber kritisch. Es besteht n├Ąmlich die Gefahr, das Kunden auf die Bahn umsteigen und ihre Waren mit G├╝terz├╝gen transportieren.

Da Einzelfahrten mit dem Zug teurer sind als der Transport ├╝ber den Kanal, bietet die Bahn ihren Kunden Erm├Ą├čigungen an, etwa wenn sich eine Firma ein ganzes Jahr vertraglich an den Schienentransport bindet. So besteht nach Auskunft von Bramhoff die Gefahr, dass den Kanal-Betreibern durch die vor├╝bergehende Unterbrechung dauerhaft Kunden verloren gehen.

Quelle Donaukurier - Johannes Hauser