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Milliardengrab · Transrapid

offener Brief / offenes eMail an Staatsminister Erwin Huber vom 12.September 2007
Sehr geehrter Herr Staatsminister Huber,

wir arbeiten und leben im Vilstal, südwestlichste Spitze des Landkreises Deggendorf in Niederbayern.

Sie stammen ja selber aus dieser wunderbaren Gegend, wir aber haben den Eindruck, dass Niederbayern für Sie an der Achse BMW Werk - Dingolfing - Reisbach zu Ende ist. Sie wollen nun mit allen Mitteln für ein paar wenige Privilegierte für die Fahrt zum Flughafen eine Milliarden-Investition durchsetzen, wir hier kämpfen östlich Ihrer Grenze mit einfachsten Problemen im ÖPNV und der Bahn: wollen wir von unserem Dorf aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln das Landratsamt Deggendorf erreichen, steigen wir um 6:30 Uhr in den Bus und kommen möglicherweise bei Einbruch der Dunkelheit nach Hause, im ungünstigsten Fall am nächsten Tag!

Anfangs vergangener Woche konnten wir im Bayerischen Fernsehen einige Berichte zum Transrapid sehen, in denen Sie die restlichen 165 Millionen, die in der Finanzierung angeblich noch fehlen, von der Bayerischen Wirtschaft einfordern, nachdem Bundesverkehrsminister Tiefensee den Anteil des Bundes von 550 auf 925 Millionen Euro aufgestockt hatte, ausgehend von Kosten in Höhe von 1,85 Milliarden Euro.

Laut Wikipedia zum Stichwort „Transrapid":
Zitat: „Die geschätzten Kosten liegen bei 1,85 Milliarden Euro. Diese Summe ist aus einer Machbarkeitsstudie von 2002 abgeleitet. Nach Angaben der DB Magnetbahn sei eine seriöse Schätzung erst abzugeben, wenn ein Planfeststellungsbeschluss vorliege und Verträge mit der Industrie abgeschlossen wurden."

Diese 1,85 Milliarden Euro schwirren seither durch die Presse und durch die CSU und wurden anscheinend öffentlich nie in Frage gestellt geschweige denn angepasst, nur kritisch geäußert hatte sich in letzter Zeit - 5.September 2007 - Bundesfinanzminister Steinbrück: „Transrapid in München könnte sogar zwei Milliarden Euro kosten...“ und die Grünen im Landtag mit der Studie im Frühjahr 2007

Ich stelle hiermit die Kosten in Frage!
Ich fordere Sie auf, den Bürgern die tatsächlichen Kosten des Transrapids mitzuteilen!

  • 1. wir schreiben Mitte September 2007, die (Bau)Stahlpreise sind seit 2002 um über 100 % gestiegen, Tendenz nach oben. Der Stahlanteil liegt nach meinen Schätzungen bei diesem Projekt bei mindestens 20%, wenn nicht mehr (Tunnel, Brücken, Bauwerke) - d.h. Mehrkosten nur aus der Stahlpreiserhöhung von über 400 Millionen Euro. Alle anderen Baustoffe sind in den letzten 5 Jahren auch etwa 30 % teurer geworden, 200 Millionen dazu.
  • 2. Sind die Kosten im Jahre 2002 einschließlich Mehrwertsteuer angegeben, dann kämen bereits 2007 weitere knapp 50 Millionen auf Basis der 1,85 Milliarden dazu, wie viel sind es im Jahr 2011 - 25% MWSt.? Braucht möglicherweise der Freistaat/Bund keine MWSt. zahlen, oder ist in den 1,85 Milliarden bisher überhaupt keine Mehrwertsteuer enthalten ?
  • 3. Siehe meinen PNP Leserbrief: 1.September 2007 Milliardengrab in Bayern - „Stoibers Letzter Wille“ ?
    Auszug: „...wenn man das Sicherungskonzept nach dem Unfall in Lathen umsetzen muss, ergeben sich nach neuesten Berechnungen Mehrkosten in Höhe von über 300 Millionen Euro, und die Neukonzeption der Fahrgastzelle hat den Verlust von bis zu 30% der Fahrgastplätze zur Folge...“
  • 4. Wenn die Baukosten steigen, steigen auch die Honorare für Ingenieure und Statiker, zwar nicht linear aber sie steigen: mind. 5 % aus den 400+200+300= 900 Mio -> 50 Millionen mehr.

Wenn Sie nun als Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie am Dienstag, 11.9.2007, im Bayerischen Fernsehen den „fehlenden Rest“ in Höhe von 165 Millionen von der Bayerischen Wirtschaft einfordern mit den Worten, „..wir brauchen den Transrapid, wenn's die CSU nicht schafft, wer dann ...“, dann gehen Sie - „nicht (grob) fahrlässig sondern vorsätzlich!“ - von falschen Voraussetzungen aus, nämlich den Kostenschätzungen aus dem Jahre 2002. Entweder man verschweigt jetzt die wahren Kosten oder man „verschätzte“ sich im Jahre 2002, indem man die Kosten ganz gewaltig zu hoch ansetzte, aus welchen Gründen auch immer.

Nach meinen Berechnungen liegen die Kosten nun bei:

   
MWSt.
 
„Kosten heute“ 1.850.000.000
./.16%
1.594.827.586
   
+19%
1.897.844.828
Stahl 400.000.000
Differenz
47.844.828
Baukosten allgemein 200.000.000    
MWSt. 50.000.000    
Sicherungskonzept 300.000.000    
Honorare 50.000.000    
     
Neuer Preis 2.850.000.000    

Der Transrapid verschlingt demnach etwa 1 Milliarde mehr. Ich bin mir sicher, dass gerade Sie als Wirtschaftsminister die Kosten für den Transrapid einschließlich aller infrastrukturellen Maßnahmen aktuell ermittelt haben und solche Zahlen kennen und fordere Sie auf, uns Bürgern diese Zahlen unverzüglich offenzulegen.

Die Standard-Lösung wie bei vielen anderen öffentlichen Bauten - Neue Pinakothek München (1982 Architekt von Branca), Pinakothek der Moderne (2002 Architekt Braunfels), um nur zwei Beispiele zu nennen - mit dem Bau anfangen - ganz überrascht erschrecken darüber, dass es plötzlich teuerer wird - den Bau nicht mehr stoppen können - Nachtragshaushalt - passt scho ... - diese Lösung darf hier nicht funktionieren!

Bauen Sie stattdessen mit einem Bruchteil der Kosten des Transrapids den ÖPNV nicht nur östlich Ihrer Niederbayern-Grenze aus und investieren Sie einen Großteil des verbleibenden Restes in die Bildung, denn wie hat es ein Schulleiter vor ein paar Tagen treffend formuliert:

"Bildung kostet viel - Dummheit noch mehr - nur später"

Herzliche Grüße aus Niederbayern

Josef Rosner · Osterhofen

Folgendes eMail war nicht vertraulich oder als persönlich gekennzeichnet und verletzt demnach auch keine Persönlichkeitsrechte (Der Verfasser wird nicht genannt !)

Antwort aus dem Ministerium am 7.Dezember 2007

Magnetschwebebahn vom Hauptbahnhof zum Flughafen München

Sehr geehrter Herr Rosner,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 12.09.2007. Leider hat sich mein Antwort-schreiben wegen der zahlreichen Bürgeranfragen verzögert. Hierfür bitte ich Sie um Ihr Verständnis. Ich komme auf Ihre E-Mail wie folgt zurück:

Die Bahn und die Industrie unterzeichneten am 24.09.2007 eine Realisierungsvereinbarung. Darin erklären sie ihre Bereitschaft, das Vorhaben als Zielkostenprojekt zu einem Festpreis von 1,85 Mrd. Euro zu realisieren.
Von den Zielkosten in Höhe von 1,85 Mrd. Euro übernehmen der Bund 925 Mio. € und der Freistaat Bayern 490 Mio. €. Die Bahn hat ihren Anteil auf 235 Mio. € erhöht und die Industrie übernimmt 50 Mio. €. Es ist das Ziel aller Beteiligten, den gesetzten Kostenrahmen von 1,85 Mrd. € einzuhalten. Zusammen mit den zu erwartenden Zuschüssen des Flughafens von 100 Mio. € und der EU von 50 Mio. € sind die Rahmenbedingungen für die Finanzierung geklärt.

Zu Ihrer Frage nach der Mehrwertsteuer in den Zielkosten ist folgendes zu sagen: Zuschüsse der öffentlichen Hand sind nicht mehrwertsteuerbar, somit entstehen auch hier keine Mehrkosten.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr.- NNNNNNNNNNN

CSU und das Rauchverbot

Wie in "Sim City" oder "Die Siedler"
Leserbrief zum PNP - Artikel: " " vom 25.Juli 2007
Es kommt mir langsam so vor, wie wenn die CSU ein übergroßes Spiel "CSU-Cauntrie" hat (Erwin Huber hat den Namen ausgesucht und weltmännisch übersetzt). Da gibt es veränderbare Faktoren und Schrauben, an den gedreht wird, bis man meint, dass alles passt.

Anscheinend haben nun aber die Nichtraucher als Dank, wie man eigentlich in den Reihen der CSU erwartet hatte, nicht die CSU gewählt, und die Raucher haben sie erst recht nicht gewählt, hat die CSU doch ihnen das Rauchen an Stammtischen und in Bierzelten verboten und damit jeden gemütlichen Abend bei Bier und Zigarette vermiest. Außer die Wähler sind seit Geburt CSU-genmanipuliert oder eingefleischte CSU-Wähler, dann hat man trotzdem ihre "gehäufelten" Stimmen erhalten.

Alle anderen haben sich anderen Parteien zugewandt.

Nun merkte man am Abend des Wahlsonntags in der CSU-Zentrale -an den Hebeln der (Über)Macht- dass es "geringfügige Einbrüche" gibt und verkauft es trotzdem als Wahlerfolg. Vorgeschlagen hatte diese Aussage das oben erwähnte Spiel "CSU-Cauntrie", nachdem es mit den einigen Zahlen (Landräte) gefüttert wurde. Aber nun schlägt "CSU-Cauntrie" Alarm, nachdem fleißige Parteisoldaten nach und nach alle Zahlen, Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage (seit Dienstag-Mittwoch) usw. Aus den Landkreis-Wahl-Seiten im Internet könnten die Ergebnisse bayernweit zwar automatisiert abgeholt werden, doch das hat man programmtechnisch bisher nicht auf die Reihe gebracht.

Die autorisierten Parteivorsitzenden sitzen nun mit großen Augen vor dem übergroßen Monitor und beobachten im Computerspiel "CSU-Cauntrie", wie ihnen die Wähler weglaufen. Hastig wird nacheinander an diversen Schaltern gedreht und aufgrund der eingestellten Option "Zeitraffer" die Auswirkungen bis zu den Landtagswahlen beobachtet. Den meisten Erfolg, Wähler zu halten, brachte die noch schnell dazuprogrammierte Option "Rauchverbot lockern" ! Der Termin des Oktoberfestes, den man bisher anscheinend vergessen hatte, im Spiel zu erfassen, wurde nachträglich auch noch als "Meilenstein" (à la MS-Project) eingetragen.

Bierzelte und Oktoberfest

Wann ist das Oktoberfest: 20.September - 5.Oktober 2008 und
wann sind die Landtagswahlen: 28. September 2008

So ein PECH für die CSU und ihr Rauchverbot - mitten im Oktoberfest
WAHLEN und niemand darf RAUCHEN !

Wenn bis zu diesem Zeitpunkt, den Frühling und Sommer über, in Bierzelten -vielleicht auch in Biergärten- nicht geraucht werden darf, sind die Auswirkungen auf die Wahlergebnisse für die CSU noch dramatischer. Waren doch die ersten beiden Monate mit Rauchverbot noch harmlos, man fror als Raucher ein bisschen vor den Kneipen und hatte sich doch zum Jahreswechsel vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören und vielleicht 2 Monate schon "durchgehalten".

Josef Rosner
Architekt
94486 Osterhofen · 08547-7246
10.März 2008

CSU-Veranstaltung - Kinder als Wahlkampfdeko

Kindergartenkinder als "Wahlkampf-Deko" für eine CSU-Veranstaltung ?
Leserbrief zum Donau Anzeiger - Artikel: "Ministerin Beate Merk besuchte den Kindergarten in Seebach" vom 3.Juli 2007
Es wirkt wie die gelungene Musterveranstaltung aus der Wahlkampfbroschüre: ...man nehme zwei-drei Hand voll Kinder, lasse sie in freudig in die Kamera lachen, setze selber ein Politiker-Grinsen auf und fertig ist das werbewirksame Pressefoto.

Dafür gebraucht - um nicht zu sagen missbraucht - man schon einmal auch Kindergartenkinder, in Seebach hat es genau gepasst. Sie waren die fröhliche Umrahmung einer politischen Veranstaltung der CSU. Wie sonst ist es zu erklären, dass auf dem Pressefoto auch Mietrachings Ortsverbandsvorsitzender Heidel zu sehen sind, jemand, der mit Seebachs Kindergarten offensichtlich überhaupt gar nichts zu tun hat ?

Wo sind denn die anderen Bezirksräte und MdL's und Deggendorfer Kommunalpolitiker von SPD, FWG, B90/Grüne, WAN, REP, von denen im letzten Satz der Berichterstattung die Rede ist ? Auch wenn der Seebacher Pfarrer Pater Domenikus eingeladen hat, so darf er nicht vergessen, dass die Renovierung seines Kindergartens nicht die CSU bezahlt hat, sondern zu zwei Drittel der Steuerzahler. Drängt sich beim Blick auf die Gästeliste anlässlich des Besuches der Ministerin außerdem nicht die Frage auf, dass diese CSU-Veranstaltung mit Steuergeldern finanziert wurde ?

Josef Rosner
Architekt
94486 Osterhofen · 08547-7246
3.Juli 2007
*Legende
unveröffentlichter Text

Da gärtnert der Bock ?

Da gärtnert der Bock ?
Leserbrief zum PNP - Artikel:
"E.ON-Atommeiler dürfen die Isar stärker erhitzen" vom 25.Juli 2007
Wie sind denn folgende Formulierungen und Auflagen zu deuten: "Der Fluss darf nach der Einleitung des Kühlwassers aus den Reaktorblöcken 0,3 Grad wärmer sein als vor dem Kraftwerk." "Die Temperaturen und der Sauerstoffgehalt der Isar sind täglich von der Betreiberfirma E.ON zu liefern." Die für die Sondergenehmigung erforderlichen Werte zur Abflussmenge von 70 m³/s an der Staustufe Niederaichbach liefert auch E.ON. Da staut man bei Isar-Niedrigwasser kurz mal ein wenig, macht dann die Schleusen auf und misst - "passt scho!"

Wird hier nicht der Bock zum Gärtner gemacht?

In allen anderen sicherheitsrelevanten Bereichen werden unabhängige Stellen mit diesen wichtigen Aufgaben betraut, bei Atomkraftwerken gilt diese Regel anscheinend nicht.
Dürfen wir künftig den TÜV für unsere Autos selbst durchführen und dabei möglicherweise beide Augen zudrücken?“

Josef Rosner
Architekt
94486 Osterhofen · 08547-7246
26.Juli 2007

... über 7 Brücken sollst du geh'n

... über 7 Brücken sollst du geh'n
zum PNP - Artikel: Stadträte streiten um "Ökofundis" vom 26.6.2007
Wirtschaft-, Finanzpolitik und Umweltschutz gehören heute untrennbar zusammen. Wenn die Deggendorfer Stadträte von SPD und CSU nun über selbsternannte "Ökofundis" herziehen, dann sollten sich diese Politiker einmal vor Augen führen, wie viel Milliarden die Münchener Rückversicherung jedes Jahr für Umwelt- und Klimaschäden ausgeben muss. Ohne den jahrzehntelangen Einsatz zum Großteil ehrenamtlicher Umweltschützer würde nicht nur diese Bilanz noch wesentlich erschreckender aussehen, sondern auch unsere Landschaft: sehr wahrscheinlich wäre sie zugebaut, pflegeleicht reguliert, begradigt und die letzten Biotope entsorgt worden.

Herr Lorenz (SPD) muss wohl auch seine Parteigenossin Frau MdB Bruni Irber zu den "knebelnden und knechtenden, familien- und arbeitsplatzfeindliche Politik betreibenden Ökofundamentalisten" zählen, weil sie sich seit langem zum Glück sehr aktiv für die frei fließende Donau einsetzt. Könnte ja sein, dass aus Angst vor "DIE LINKE." Herr Lorenz auf Stimmenfang die CSU rechts überholen will, um aus deren Lager noch ein paar Stimmen zu hamstern ? Wenn er dabei nicht aufpasst, ist er plötzlich so weit rechts, dass er ganz links ankommt.

Für viel Geld soll nun - man redet von 16 Millionen Euro einzig und allein für die Brücke ohne Verkehrsanbindungskosten - eine Autobrücke über die Donau gebaut werden. Dann noch - OB Anna Eder nennt es "in Etappen" - eine Fußgängerbrücke, vielleicht noch weitere, eine für landwirtschaftliche Fahrzeuge, eine für Quads, eine für Rollerblader und Nordic Walker - Motto: "Über 7 Brücken sollst du gehen, fahren, rollern, walkend schwitzen" ?

Reichen denn nicht die auf 7,5 Donau-Flußkilometer bereits existierenden 4 Brücken ?
An die Adresse der CSU und SPD gerichtet eine Frage: werden denn nicht mit der Beauftragung der FH Deggendorf, Vorentwürfe und Skizzen im Rahmen der "Brückenschläge" zu fertigen, die Arbeitsplätze bzw. sogar die Existenz ortsansässiger Ingenieurbüros gefährdet, welche darauf angewiesen sind, derartige Aufträge von der Stadt zu erhalten ?

Josef Rosner
Architekt
94486 Osterhofen · 08547-7246
26.Juni 2007

Atomstrom muss nicht sein

Atomstrom muss nicht sein
zum PNP - Artikel: "Strompreise steigen - viele Kunden murren" vom Mai 2007
Die Strompreiserhöhung vor allem bei Nachstrom mit der »Abschaltung von Kernkraftwerken« zu rechtfertigen, schlägt dem Castor den Boden aus. Außerdem werden Atomkraftwerke nachts weder abgeschaltet noch heruntergefahren. In Ihrem Artikel wird dem Leser vermittelt, dass nur der Atomstrom billig sei. Soll damit der Verlängerung der Laufzeit von abgehalfterten und angeblich schon lange nicht mehr dem Sicherheitsstandard entsprechenden AKW wie 'Isar 1' Tür und Tor geöffnet werden ?
Folgender Argumentation kann niemand folgen: Strom könne nur billig bleiben, wenn er aus mit hohen Steuergeldern (100 Milliarden Euro) subventionierten und weit über ihren gesetzlich festgelegten Zeitraum hinaus betriebenen Atomkraftwerken kommt ?

Lösungen für Endlager werden im wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen.

Für diese Entsorgungsverpflichtungen und für Rückbau von AKW haben die Betreiber Ende 2005 knapp 28 Milliarden Euro als Rückstellungen in ihre Bilanzen eingestellt - natürlich steuerfrei! Diese Summe ist nun freie Manövriermasse der Konzerne, mit der sie Zins- und Beteiligungserträge erwirtschaften. Rückstellungen dürfen mit den Gewinnen verrechnet werden und lassen so die Steuerlast sinken. Dem Staat entgehen nach Schätzungen jährlich bis zu 800 Millionen Euro Steuern, was ich als indirekte Subvention für Atomkraftwerke bezeichne. Es lohnt sich also für die Atomkraftwerksbetreiber, für längere Laufzeiten zu kämpfen.
AKW erzeugen rund 26 Prozent des Stromes in Deutschland. Betrachtet werden muss jedoch der Anteil der Atomenergie am Gesamtenergieverbrauch: Weltweit sind aktuell 442 Atomkraftwerke am Netz. Diese tragen nur zu rund 2,5 Prozent zur Deckung des globalen Energiebedarfs bei. Die 17 deutschen AKW schaffen es gerade einmal auf 6 Prozent in Deutschland und die vier ältesten AKW auf 1,1 Prozent.

Hinzu kommt die äußerst schlechte Energiebilanz. AKW sind mehr Wolkenmaschinen als Kraftwerke. Nur rund ein Drittel der Primärenergie kann zur Stromerzeugung genutzt werden, der Rest entweicht ungenutzt als heiße Luft und das Kühlwasser heizt z.B. die Isar bei Ohu auf bis zu 25 Grad auf. Pro erzeugter Kilowattstunde Strom werden also zwei Kilowattstunden Wärme ungenutzt verschwendet.

Wenn man mit den Preisen und Gebühren der Stadtwerke oder anderer Stromversorger nicht zufrieden ist, dann sollte man jetzt wechseln und sich nicht auf die Aussage von Herrn Krempchen verlassen »Strom wird billiger, wenn man nicht kündigt und sich die nächsten eineinhalb Jahre bis zum 31. Dezember 2008 an die Stadtwerke bindet« Kunden, welche nun aufgrund der Erhöhung ihr Kündigungsrecht in Anspruch nehmen, zusätzlich zu bestrafen, indem man ihnen im Nachhinein rückwirkend zum 1.Juli höhere Beiträge und Leistungspreise berechnet, grenzt schon fast -aufgrund der vermeindlichen Monopolstellung- an Ausbeuterei. Viele Kunden wissen gar nicht, dass man bei www.ews-schoenau.de atomstromlosen - klimafreundlichen Strom für 19,90 Cent/kWh + monatlichen Grundpreis von 5,90 Euro (einschließlich aller Gebühren, MWSt, usw.) beziehen kann. Auch bei www.lichtblick.de kann man sich den aktuellen Strompreis ausrechnen lassen. Dort kostet eine kWh 18,98 Cent, und es ist ebenfalls mithilfe modernster klimaschonender Technologien aus regenerativen Quellen und erdgasgefeuerter Kraft-Wärme-Kopplung gewonnener Strom.

Wie Sie sehen kostet atomstromlos erzeugter Strom annähernd soviel und -unter Berücksichtigung der monatlichen Grundgebühr- sogar weniger als der Strom der Stadtwerke. Bei einem Wechsel wird keine neue Leitung verlegt und der Strom kommt nach wie vor aus der gleichen Steckdose. Sie können dazu beitragen, dass der Anteil an sauber erzeugtem Strom im gesamten Stromnetz steigt !

Ich möchte Sie deshalb alle herzlich bitten: Drehen Sie Atomkraftwerksbetreibern und Ressourcenverschwendern den Geldhahn zu und leiten Sie dieses Geld zu verantwortungsbewussten und ökologisch wirtschaftenden Stromproduzenten. Damit haben Sie es als Kunde in der Hand, wer den Strom erzeugt und wie er gewonnen wird und können so an einer atomstromfreien ökologisch wirtschaftenden Energiezukunft mitwirken !

Josef Rosner
Architekt
94486 Osterhofen · 08547-7246
16.Mai 2007

Mehr in alternative Energien investieren

Mehr in alternative Energien investieren
zum PNP - Leserbrief "Halbwahrheiten verbreitet" · Tobias Lang
und PNP - "Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel" · Christian Moser
jeweils vom 1.6.2007
Wunderbar finde ich es, wenn sich junge Leute mit dem Thema "Klimawandel", CO2 Ausstoß und Arbeitsplätzen befassen und dazu auch Lösungen anbieten. Recht hat Herr Lang, wenn er fordert, Strom aus alternativen Energien sollte Kohlekraftwerke ersetzen, da bin ich mit ihm vollkommen einer Meinung, aber nicht nur Kohlekraftwerke sondern auch Kernkraftwerke. Man darf nämlich bei allem Gerangel und den absolut widersinnigen Handel mit CO2-Werten nicht den in Kernkraftwerken täglich produzierten "Atomaren Restmüll" vergessen. Im Moment wird TOTgeschwiegen, dass sämtlicher Atomarer Abfall auf lange Zeit in unmittelbarer Nähe der Kernkraftwerke gelagert wird.

Die Stadtwerke Deggendorf kaufen immer noch sehr viel Strom zu und es obliegt dem Aufsichtsrat, wo und vor allem welcher Strom eingekauft wird. Im Energiemix wird der meiste Strom derzeit von der E-On bezogen, wobei man auch deren Preisdiktat unterliegt. Viele Gemeinden wechselten - nach Prüfung der Lieferverträge - zu alternativen Stromanbietern, auch die Stadtwerke könnten dies tun. Besser wäre es noch, wenn die Stadtwerke hier vor Ort weitaus mehr in die alternativen Energien investieren würden, wie Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserkraft.

Nur so könnte man sich längerfristig unabhängig machen und, was das Beste dabei wäre: man schafft hier vor Ort NEUE Arbeitsplätze und setzt sich gleichzeitig aktiv für den Klimaschutz ein! Die EWS-Schönau ist hier ein anstrebenswertes Vorbild, dort kostet der Strom genauso viel wie in Deggendorf, allerdings klimaschonend, Arbeitsplätze schaffend und einzig und allein mit alternativen Energien erzeugt.

Josef Rosner
Architekt
94486 Osterhofen · 08547-7246
1.Juni 2007

Suche nach Bürgermeisterkandidaten

Suche nach Bürgermeisterkandidaten
Impressionen zum Wahlkampf
Es war einmal ein Bürgermeister, der durfte laut Gesetz nicht mehr kandidieren, denn er hatte die (Un)geschicke der Gemeinde bereits lange genug gelenkt.

Nun suchte er händeringend zusammen mit seinen Parteikameraden nach einem Nachfolger - fand den Richtigen, seinen Schwiegersohn !
Nur der hatte, obwohl lange Jahre Gemeinderat,
kein Verlangen nach diesem "Hohen Amt".

Die Not war groß !

Das Amt sollte doch in der Familie bleiben,
praktisch vererbt werden. Plötzlich kam ihm die Eingebung:
er habe ja noch eine Tochter, und die sei doch auch mal verheiratet worden und muß somit auch einen Mann haben.

In einer Nachtsitzung der AWG - Alte Wähler Gemeinschaft - wurde der Kandidat gekürt: des nun Alt-Bürgermeisters 2.Schwiegersohn, der von Politik bis dato soviel Ahnung hatte wie unsere diversen Bundeskanzler von ...

Gewählt wurde er mit über 50 %
im ersten Wahlgang bei 3 Kandidaten !

Und alle waren glücklich, das Amt blieb in der Familie,
und wenn sie nicht gestorben sind,
dann regieren sie noch heute..!

Josef Rosner
Architekt
Osterhofen · 08547-7246
01.Januar 2000

Tieffliefer in Osterhofen

Tiefflieger · offenes eMail an Bruni Irber MdB
heute immer noch ein Thema
Tornado im Tiefflug

Verehrte Frau Irber,
schön für Sie, daß Sie werbewirksam beim Gäubodenfest einen Protestbrief an den Rudi Scharping übergaben - aber das ist ja Politik - jede Gelegenheit dazu nutzen, sich immer wieder lieb in das Gedächtnis der Bevölkerung einzubrennen unter dem Motto: "Segstes ja, mia deama ja wos fia eich !" Aber wir haben Sie gewählt, vielleicht nicht unbedingt die Nonnen, deren Farbe ihrer Tracht möglicherweise auch auf dem Stimmzettel abfärbt ?

Es geht hier nicht nur um irgendwelche Stuckdecken oder ein Weltkulturerbe !
Es geht um die Bevölkerung Ihres Wahlkreises !

Wir Menschen werden tagtäglich von Tiefstfliegern gequält, welche in weit unter 100 m Höhe über uns hinwegdonnern !

Das Kloster Altenmarkt liegt exakt auf 331,5 m ü NN. Die Anhöhe, auf der wir wohnen, liegt auf 420,4 m ü.NN und somit 88,9 m höher als das Kloster! Die Tornados fliegen aber in absolut gleicher Höhe zu NN., da es nicht möglich scheint, auf knapp 6.250 m Luftlinie in 1 Min 15 Sec 88 m Höhe zu gewinnen !

Die logische Konsequenz ist, daß die Maschinen über uns immer noch 88 m niedriger fliegen als in Altenmarkt, das ist nicht nur eine Zumutung sondern absichtlich und vorsätzliche Körperverletzung. Von Fahrlässigkeit könnte man nur sprechen, wenn dies nur einmal im Jahr passieren würde und nicht einmal dann käme man vor einem deutschen Gericht damit durch.

Wir fordern Sie hiermit auf:

  • sich in erster Linie für die Bevölkerung einzusetzen dafür zu sorgen, daß die Tiefstflüge sofort eingestellt werden und
  • die Bundeswehr hier sofort mit den "einschneidenden Sparmaßnahmen" beginnen soll
  • Ihre Forderung nach sicherer Entfernung auch auf uns Menschen auszuweiten !
  • Ihr Feindbild und die Notwendigkeit von Tiefstflügen generell zu überprüfen
  • uns und der Redaktion der Osterhofener Zeitung die Flugpläne der Bundeswehr und die Aufzeichnungen der Tiefstflieger der letzten 12 Monate zur Verfügung zu stellen
  • uns mitzuteilen, welche(s) Luftwaffengeschwader diese Tiefstflüge durchführen - mit den Namen der Verantwortlichen
Josef Rosner
Architekt
Osterhofen · 08547-7246
16.August 1999

Tiefflieger über dem Landkreis Deggendorf

offenes eMail - Tiefflieger über Lkr. DEG
immer noch ein Thema
nachdem der leidige Krieg gegen die Serben nun endlich beendet ist, fliegen Sie wieder tief: - mit Ihren Tornado´s und MIG´s - nicht mehr in Serbien sondern wieder bei uns.
  • Warum gerade um die Mittagszeit ? Oder zwischen 18:00 und 20:00 Uhr ?
  • Und warum immer so tief ?
  • Glauben Sie nicht, dass da die meisten Babys und Kleinkinder eigentlich schlafen sollen ?
  • Hatten Sie denn das bei Ihren drei Kinder nicht oder wohn(t)en Sie nicht im Tieffluggebiet ?


  • Muss das denn überhaupt noch sein ?
  • Was lernen die Piloten denn dabei, wenn sie in knapp 80 m Höhe über unsere Anwesen hinwegbrüllen ?
  • Glauben Sie, Ihre Piloten lernen bei den Tiefflügen aufblasbare Panzer von echten zu unterscheiden ?
  • Wieviele "Plastikpanzer" haben Sie denn zerstören lassen ?
  • Und was hat uns das gekostet ?
  • Haben Sie alle "nicht-Jahr-2000-fähigen " Raketen dabei entsorgen können ?


  • Welches Feindbild haben Sie denn noch ?
  • Welches wollen oder müssen Sie uns vermitteln ?
  • Haben etwa Sie die Russen mit ihren "Atombombern" nach England und Island geschickt, nur um Ihren Etat zu sichern oder gar noch zu erhöhen ?

Stellen Sie sofort diesen Tiefflugquatsch ein und fliegen Sie über unbewohnte Gebiete !
Man kann auch in 12.000 m Höhe Luftkämpfe üben und nicht direkt über unseren Köpfen unter dem Motto:

"Luftkampf über und um Deggendorf"
zweimal täglich mindestens eine Stunde !
und versäumen Sie es nicht !

Liebe friedvolle Grüße
Sabine, Emerenz und Josef Rosner

Ideen brauchen die Zukunft, lasst uns nicht beides zerstören !
gesendet am 28.Juli 1999 um 20.20 Uhr an
webmaster(at)bundeswehr.de

Antwort bisher: Schweigen ! Stand 16.März 2008

Josef Rosner
Architekt
Osterhofen · 08547-7246
28. Juli 1999
Tornado im Tiefflug
 

eMail an Ottfried Fischer

Hawideri Oddi,

dei letzda Koll, dia oa boa Sprich zum schiggn, is oakumma.
zwoa Sprüch howa da scho gschiggt, owa dein Bostmasda
kann'st sogn, daser si scho reiern hêit kinna, daser wos krêigt hout.
Normalarweis im Indanedd is des a sua, i mech dars blouß sogn,
anständi is des fei niat vo Eich !

I how extra mei Glingl vom Komputa sua eigstöllt, daß i's glei hêia,
wenn'tses wos in mei Bostkastl einitouts. Letztin wori wida am Kanape
glegn, schöllt's wêi blaid undam Tiesch. I bin glei aafgsprunga, homa mein
Kuapf anda Dischkantn oaghaut, bin kam mêiner in alle zwêi Bantoffln
einikumme und lousgrennt. Beina hêits mi iwa des Bobikoa vo meina
Kloin driwaghaut, sua schnell wor i droa voa lauta Neigia. Und wos is
kumma ? - nix vo Eich !

da Maila-Demon voh da Bost haut ma mal wida wos zruggkschickt
....mail failt, rietörning to sända - Mässätsch lock folous......
und nu meinara sua Zeich, wos i gaua niat vastai
....Süntaggs erroa und missing in Ruth.....,
daweil kenni dei Frau gaua niat.

Frêia, dou woa des ganz anersch, dou is dea Breif êiascht nau a boa
Wochn wida zruggkumma, a haffn Stempl draf und wirrs Zeich mit blaua
Grein und i howmi imma gwunnert, wêi dêi üwahapts mein Absenda
assagfunna hom, woa doch gaua niat draafgschtandn.
Heizatoch haut'es da Bosdmasta glei wida um di Ouarn, dou kast draaf
woatn - owa des is halt a sua. Und im Zeidalta das viarazwanzich
Stundn-Sörviz
- manchmol gêits nu schölla, dou bstöllt dei Zeich in da Frêi,
und nammitoch is scho dou -
kan koina mêia wos dawoatn. I a niat......

Dawal schêine Graiß, bisi wos hêia vo dia, JR