JOSEF ROSNER

Gentechnik

Niederbayerische GrĂĽne als rollende Rad-Armada unterwegs

Polittour zu Donau, Kraftwerk und Genmaisfeld

GrĂĽne Demonstrieren
In SchutzanzĂĽgen warnen die GrĂĽnen vor einem neuen Atomkraftwerk in Pleinting. Mit dabei waren unter anderem der Deggendorfer Kreisvorsitzende und Direktkandidat fĂĽr den Landtag Josef Rosner (links), MdL und Spitzenkandidat Eike Hallitzky (6.v.l.), Bezirksvorsitzende und Direktkandidatin Rosi Steinberger (7.v.l.) und Bezirkstags-Spitzenkandidat Markus Scheuermann (6.v.r.)

Passau/Deggendorf (27.8.2008): eh

Die Grünen geben ihre eigene Antwort auf die hoch motorisierte Wahlkampfflotte, mit der die CSU durch den Wahlkampf hetzt: Sie fahren Rad. Dazu der niederbayerische Spitzenkandidat MdL Eike Hallitzky: „In Niederbayern liegen die Ökosünden der CSU so dicht beieinander, da braucht es kein Auto, um von einem Ort zum anderen zu kommen.“

Erster Stopp: Das stillgelegte Ölkraftwerk in Pleinting (Lkr. Passau). Dieser Standort war viele Jahre als Standort für ein neues Atomkraftwerk vorgesehen. Kein Wunder, dass hier Äußerungen von CSU-Chef Huber oder dem Leiter der CSU-Bundestagsgruppe Ramsauer aufmerksam registriert werden, die beide einen Neubau von Atomkraftwerken keineswegs ausschließen wollen. Bezirksvorsitzende Rosi Steinberger aus Landshut kritisiert diese Pläne scharf: „Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben, die Jahrtausende lang strahlenden Müll produzieren, dessen Lagerung völlig ungeklärt ist. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Zwischenfällen und Unfällen und zwar auch in Deutschland.“ Zudem würde der notwendige Wandel in der Energiepolitik würde durch einen Ausstieg vom Atomausstieg nur verhindert. „Dieser Wandel zu Energiesparen und erneuerbaren Energien ist aber schon alleine deshalb notwendig, weil auch das Uran nur noch wenige Jahrzehnte reicht. Der Traum von einer unendlichen, billigen, sauberen, klimafreundlichen und sicheren Atomkraft à la Huber ist pure Augenwischerei“ warnt Steinberger. Bayern sollte lieber seinen Widerstand gegen Windräder im Bayerischen Wald aufgeben und endlich die Menschen bei Energiesparmaßnahmen unterstützen.

Wenige Meter entfernt: die Donau – Symbolthema im politischen Kampf der Grünen mit der CSU, wenn es um die Bewahrung der Heimat geht. Für Hallitzky ist die frei fließende Donau unverzichtbarer Teil der niederbayerischen Identität. „Es gibt viele sehr gute ökologische Gründe, die größte und wertvollste deutsche Fluss-Auenlandschaft zu erhalten. Und wir alle wissen, das Behauptung, mit Staustufen würde der LKW-Verkehr von der A3 auf die Donau verlagert werden, eine glatte Lüge ist. Die Donau ist aber mehr. Sie prägt Niederbayern, sie ist Heimat.“ Er freue sich daher über ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, dass den Ländern nur Mitspracherecht bei Wasserwirtschaft und Landeskultur gewährt. „Das heißt: Die Entscheidung zum Donauausbau trifft alleine der Bund“, so Hallitzky. Damit breche das Märchengebäude der Bayerischen Staatsregierung zusammen. Sie habe keinerlei Anspruch den flussbaulichen Ausbau der Donau weiter bis zum St.Nimmerleinstag zu verhindern.

Bienensterben, genmanipulierte Pollen und AGRO-Gentechnik

GrĂĽne Demonstrieren

Vor einem verlassenen Bienenstock in Wallerdorf weisen Markus Scheuermann, Josef Rosner, Rosi Steinberger und Eike Hallitzky auf die Gefahren der AGRO-Gentechnik und die vor allem fĂĽr die Insekten giftigen Spritz- und Beizmittel hin.

in Wallerdorf (Lkr. Deggendorf) wartet bereits der Kreisvorsitzende und Hobby-Imker Josef Rosner. Hier ist das einzige Genmaisfeld in Niederbayern. Der Imker Rosner weiĂź, was Agro-Gentechnik bedeutet: „Der Honig ist unverkäuflich, wenn die Bienen mit den veränderten Pollen in BerĂĽhrung kommen.“ Markus Scheuermann, der fĂĽr die GrĂĽnen in den Bezirkstag will, erregt sich: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen kein Genfood und auch unsere Landwirte wollen sich nicht abhängig machen von den groĂźen amerikanischen Saatgut-Konzernen. Warum also sind die Versuche in Bayern nicht schon längst beendet worden wie in anderen Ländern, warum ist Genmais bei uns erlaubt, während er in Ă–sterreich und Frankreich verboten ist, warum tritt Bayern nicht dem BĂĽndnis gentechnikfreier Regionen bei?“ Immerhin habe man die AGRO-Gentechnik mittlerweile von ihren anderen niederbayerischen Standorten vertreiben, verweist Hallitzky auf bisherige Erfolge der GrĂĽnen, bevor die grĂĽne Rad-Armada zurĂĽckrollt – zu einer garantiert gentechnikfreien MaĂź auf dem Vilshofener Volksfest. weiterlesen ...

GenDemo in Wallerdorf

Osterhofen, 18.Mai 2008: Heute war die erste angemeldete DEMO gegen die AGRO-Gentechnik in diesem Jahr in Wallerdorf. Der BN-Passau hatte dieses Mal organisiert und zahlreiche Menschen verschiedenster Gruppierungen waren der Einladung gefolgt. Auch die OrdnungshĂĽter hatten kurz vorbeigeschaut und gemeint, wir sollten uns nicht stören, wenn wir sie ab und zu sehen am Rande der Strecke, wir seien ja friedlich, die Erfahrung hätten sie ja im vergangenen Jahr gemacht. weiterlesen ...

ARTE - Film Monsanto, mit Gift und Genen

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