JOSEF ROSNER

Sucht

Wahlwerbung in und um Osterhofen

das Herz eines jeden Wahlkämpfers schlägt nun höher und höher und manche "Bewerber" scheinen sich vor Adrenalin- und Endorphinausschüttungen gar nicht mehr einzukriegen, die Plakatier-Lust und -Sucht hat sie alle gepackt und in ihren Bann gezogen. Man soll sogar Lustschreie hören, wenn wieder ein Plakat platziert ist und den Bürgerinnen und Bürgern ein mehr oder weniger (vom Fotografen) erzwungenes Politikerlächeln den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf versüßen soll.

Das Konzept in Osterhofen fĂĽr die Wahlwerbung scheint nicht mehr wert zu sein als das Papier, auf dem es gedruckt wurde, denn:

  • F.E. hängt in Ăśberlebensgröße an jeder "befreundeten" Hauswand (wird vielleicht nachher saniert), an selbst geschaffenen Plakatwänden und sonst wo mitten in der Prärie. Manche Leute hört man tuscheln, dass er in Lebensgröße kaum zu ertragen sei...! Einige dieser Bretterwände waren "so gut vorbereitet", dass man anstĂĽckeln, bzw. kunstvoll anflicken musste, weil scheinbar die Größe des bestellten Banners unterschätzt wurde - ein Schelm, wer Böses dabei denkt !
  • A.S. steht im Stadtgebiet herum, eingezwängt in Aluklapprahmen von sogenannten Kundenstoppern und hat seine in der Sitzung des WahlKampPlakatierungsKomitees mĂĽhsam erkämpften mindestens drei A1 Doppelplakate pro Ortsteil scheinbar wirklich in jedes umliegende auch noch so kleine Weilerchen gehängt.

    Mich wundert nur, dass er bei unseren "Einödhöfen" in der Römerstrasse noch keine platziert hat. Wir wurden bestimmt nur deshalb "verschont", weil wir keine Laternenmasten haben ?!?

Ein groĂźes Lob muss ich (als Architekt) aussprechen an den Bauhof der Stadt Osterhofen

die aufgestellten Wände sind sowohl PERFEKT geplant als auch ausgeführt!

Zwei WĂĽnsche fĂĽr 2014

1. großes Solarpanel, eine 12 oder 24V Batterie und Halogenspots für die nächtliche Illuminierung, oder Lauflichter in Plastikschläuchen um die einzelnen Bewerber, wir hätten grüne LED-Lämpchen, rote gäbe es auch, auch gelbe - aber schwarze, gibt es schwarze ?
2. vielleicht brauchen wir die dann gar nicht mehr, die schwarzen Leuchten !

Der Dealer kommt ins Dorf

München, 11.01.2008: (DK) Das Bild von der heilen Welt daheim auf dem Dorf, den Gefahren, die in der Großstadt lauern – es ist längst passé. Stefan Hagen, Leiter des Rauschgiftdezernats der Kripo Ingolstadt, weiß das nur zu gut. Heroin, sagt er, "kann man fast überall kaufen".

Die Lieferung der Droge aufs Dorf: Kein Problem.

Der Dealer kommt, wohin auch immer – alles nur eine Frage des Preises. Findig auch die Kundschaft: Manch einer bestellt den Stoff unauffällig via Internet. Lieferung per Post oder Paketservice.

So einfach ist das. Dass Drogensucht längst kein Großstadtproblem mehr ist, beweist auch die jüngste Statistik des Innenministeriums. 2007 entwickelten sich mehrere Regierungsbezirke zum Risikogebiet: In Oberbayern registrierte die Polizei 39 Drogentote im Vergleich zum Vorjahr (21) fast eine Verdoppelung. In den überwiegend ländlich geprägten Bezirken Niederbayern und Oberpfalz waren es 54 Todesfälle – nur einer weniger als in Stadt und Landkreis München zusammen. Allein in München starben 49 Süchtige. Lediglich das Polizeipräsidium Schwaben meldete einen Rückgang von 40 auf 33 Drogenopfer.

Bayernweit starben 231 Menschen – 40 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Anstieg von über 20 Prozent. Ein Trend, der sich im Einzugsbereich der PI Ingolstadt bestätigt: Die Zahl der verstorbenen Drogenopfer stieg von fünf auf acht. Doch Kriminalhauptkommissar Hagen warnt vor einer Fehlinterpretation der Zahlen. Sie seien meist ein statistisches Zufallsprodukt, abhängig von der Art der Erfassung. Als Drogentoter zählt nämlich nur, wenn ein chemisch-toxikologisches Gutachten die Todesursache bestätigt. Die Dunkelziffer, vermutet der Kommissar, "ist sehr hoch".

Bayern setzt im Kampf gegen den Drogentod laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auf das Drei-Säulenkonzept "Prävention, Therapie und Repression". 5,73 Millionen Euro gab das Gesundheitsministerium 2007 für Suchthilfe und -prävention aus – 100 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Auffallend ist aus Sicht des Innenministeriums auch das vergleichsweise hohe Alter der Drogenopfer. In München starben sie im Alter von durchschnittlich 35,2, in Nürnberg von 34,2 Jahren. 83 Prozent waren Männer. "Da ist fast eine Generation weggestorben", konstatiert Wolfgang Rieger, Leiter der Caritas-Fachambulanz für junge Suchtkranke in München.

Also Langzeitabhängige, die zehn und mehr Jahre auf Droge waren. Auch Rieger kann über die Ursachen des sprunghaften Anstiegs der Drogenopfer nur Vermutungen anstellen. Seit der Einführung von Hartz IV resignierten die Abhängigen zunehmend wegen der schwierig gewordenen Behördenkontakte. Viele kämen auch nach einem Gefängnisaufenthalt ums Leben. Bei der Rückkehr in die Szene hätten sie "kein Handling für die Dosis", sagt Rieger. Langzeitabhängige seien meist "gleichgültig gegenüber ihrem Schicksal, die haben einfach keine Kraft mehr."

Quelle: Donaukurier - Constanze Mauermayer

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