JOSEF ROSNER

Wahlkabinen

Wahltag und die Spannung

wir waren beim Wählen. Begleitet von meiner Frau Sabine, unserer Tochter Emerenz und DonauTV mit den Herren Stephan Hallhuber am Micro und Toni Hobelsberger an der Optik fuhren wir ins Tal hinunter, in die Schule in Göttersdorf/Willing. Fast alle Mastanhänger auf der Strecke zeigten große Schäden, manche Kandidaten waren nur noch schemenhaft zu erkennen, F.E. hing genauso wie ich in Fetzen an den Masten.

Hoffentlich sehen wir heute nach 18.00 Uhr in Echt nicht genauso aus ! weiterlesen ...

Die Wahlkabinen und das kurz angebundene Schreibgerät

Als ich heute während des Faschingszuges in Begleitung meiner Tochter in Osterhofen gefragt wurde, ob !! und wann ich denn am 2.März zur Wahl gehen würde, wegen Terminabstimmung mit der Presse, erinnerte ich mich wieder daran, wie es vielen - sicher nicht nur mir - beim letzten Mal in der Wahlkabine im Gebäude der ehemaligen Grundschule Willing/Göttersdorf im Vilstal erging.

Bekanntlich sind ja die Wahlunterlagen für den Kreistag mit den jeweils 60 Kandidaten und 7 Spalten relativ groß gewesen, exakt war im Jahre 2002 die Liste 71,1 cm hoch und 63 cm breit. Die Stehpult-Tisch-Unterlage zum Ausfüllen war fast zu klein, um das Papier insgesamt vollflächig auszubreiten. Und da man ja zu den bereits vorhandenen Falten nicht noch weitere Brüche hinzu produzieren möchte, sind Verrenkungen jeglicher Art hinter den Kabinenwänden zu sehen gewesen. Hauptsächlich bestimmt auch deswegen, weil erschwerend hinzukam, dass vermutlich - aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit - ein ehrlicher, eifriger und gewissenhafter CSU-Wahlhelfer die Kugelschreiber zum Ankreuzen links oben im Tischeck mit viel zu kurzem "Spagat" angebunden hatte. Es war daher fast unmöglich, zur Liste 3 geschweige denn zu den weiteren Listen zu gelangen, genausowenig zu den Listenplätzen weiter hinten, die Schnur war einfach zu kurz. Problemlos konnte man jedoch sein Kreuzchen bei der 1 machen (e.S.w.B.d.d.)!

Karikatur am Rosenmontag

"Wahlk(r)ampf, so a Schmarrn !"

Ich richte hiermit eine Bitte an die "Ausstatter der Wahllokale"

Da es diese Zu- oder Umstände im gesamten Bayern gab, meine liebe Mutter in Marktredwitz hat mir das gerade auch bestätigt, meine Bitte: "An Schnur zum Anbinden der Kugelschreiber sollte bei diesen Wahlen nicht gespart werden." Nach dem Pythagoräischem Lehrsatz - viele können sich mit Schreck und Graus sicher noch an ihn erinnern - sollte die Schnur deshalb (in diesem Jahr sind es statt 7 nun 8 Parteien/Gruppierungen, deshalb ist die Breite auf 72 cm angewachsen) "Wurzel aus [(71,1)²+(72,0)²] =101,2 + ~ 10 cm (Luft) = 112 cm" mindestens lang sein, um noch dem Listenplatz 830 - Rudolf Heinrichsdobler, ÖDP - seine maximal 3 Stimmen geben zu können ohne dass dabei unter größten körperlichen Verrenkungen, sich auch dem Risiko bewusst, einen Krampf nicht nur im "Wadl" sondern auch im Gehirn zu bekommen, der Wahlzettel unter dem Kugelschreiber durchgeschoben werden muss, dabei oben oder unten aus der Wahlkabine rausschaut und jeder im Wahllokal bemerkt, ah "... scho wieda oana, der ned die CSU wählt ! wer is des ?" bzw. man grummelnde Kommentare aus den Kabinen hört: "...I kimm do ned hie wo i wuill, so ein Schmarrn, etz muass i doch die CSU okreizln !" ... und ein leichtes Lächeln huscht über das Gesicht des oben erwähnten Wahlhelfers.

Wo bleibt dabei das Wahlgeheimnis und das Recht auf eine freie Wahl ?
Herzlichen Dank im Voraus und nix fĂĽr ungut !

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