JOSEF ROSNER

CSU - Donauausbau muss endlich her

CSU fordert wahrscheinlich nun noch vehementer den Donauausbau mit 1-3 Staustufen, Schleusen und Stromgewinnung (hat man EON versprochen!): "... denn nicht einmal kleine Yachten hätten zwischenzeitlich genügend Fahrrinne zur Verfügung!" oder lag's am Unvermögen des Skippers?

Nagelneue Luxusyacht bei Jungfernfahrt in Donau versenkt
Deggendorf, 23.7.2009: Nur rund 100 km weit kam am Mittwochnachmittag eine nagelneue, 19 Meter lange Luxusyacht aus einer Regensburger Werft. Ein 58-jähriger Este sollte die 25 Tonnen schwere „Valentina“ auf der Donau zu seinem russischen Besitzer nach Montenegro überführen. Allerdings kam der Mann dabei nicht sehr weit: zwischen Deggendorf und Niederalteich hatte er - nach seinen Angaben - Probleme mit den beiden 800 PS starken Maschinen des Bootes. Er geriet dabei aus der Fahrrinne und zu nahe ans linke Ufer. Bei einer ersten Kollision mit rund 10 Knoten Fahrt an einer Buhne wurde die linke Schraube abgerissen und der Maschinenraum lief voll Wasser. Aus diesem Grund schaltete auch die zweite Maschine ab und die „Valentina“ lief danach noch auf eine zweite Buhne auf. Glück für die nagelneue Yacht: durch das Festkommen an der zweiten Buhne und die geringe Wassertiefe an der Unfallstelle wurde ein unweigerliches und vollständiges Sinken verhindert.

Ein wenig später vorbeifahrendes Fahrgastschiff bemerkte die Havarie der Yacht und alarmierte Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt sowie die Feuerwehr. Um ein mögliches Kentern des leck geschlagenen Schiffes zu verhindern, sicherte das Wasser- und Schifffahrtsamt den Havaristen zunächst mit einem Tonnenleger.

Die Feuerwehr Deggendorf pumpte aus der Yacht rund 3000 Liter Diesel ab, um eine Verunreinigung der Donau zu verhindern. Der Versuch der Feuerwehr, durch Abpumpen des eingedrungenen Wassers die „Valentina“ wieder zum Schwimmen zu bringen, misslang. Die Bergungsarbeiten dauerten bis gegen 23.00 Uhr, um 22.00 Uhr konnte das Schiff mit dem Schubboot „Isar“ zunächst frei geschleppt werden, eingesetzte Tauchpumpen verhinderten dabei ein weiteres Absinken. Letztlich gelang es, die „Valentina“ an die „Isar“ beizukoppeln und in den Hafen Deggendorf zu schleppen. Dort wurde sie dann mit einem Autokran herausgehoben.

Der entstandene Schaden wird von der Deggendorfer Wasserschutzpolizei auf mehrere hunderttausend Euro beziffert.
Quelle: PNP