JOSEF ROSNER

Patienten- und Angehörigen-gerechtere Parkplatzregelung am Klinikum DEG

Josef Rosner
Dipl.-Ing. Architekt

Kreisrat und Mitglied des
Bauausschusses

Römerstraße 7

94486 Osterhofen

Tel. 08547-913055

Nr.: 20080710-001-Grüne-JR-Parken

Antrag an den Krankenhausausschuss und an den Kreistag
Patienten- und Angehörigen-gerechtere Parkplatzregelung am Klinikum DEG

Der Krankenhausausschuss/Kreistag möge beschließen:
Herr Landrat und die Krankenhausverwaltung werden beauftragt, eine gerechtere und praktikablere Lösung für die Nutzung des Parkplatzes am Klinikum durch Angehörige und Besucher der Patienten zu suchen und umzusetzen.
Begründung:
Die derzeitige Situation um das Parken am Klinikum ist sowohl für Angehörige als auch für Besucher nicht befriedigend. Zwar wurden die Gebühren und die Parkdauer geändert, aber das reicht bei weitem noch nicht aus:
  1. Da es keine Parken-Alternativen gibt, hat das „Parkhaus“ eine Monopolstellung, diese darf von öffentlicher Hand finanziell nicht ausgenutzt werden.
  2. Die Erreichbarkeit des Klinikums zu normalen Besuchszeiten und darüberhinaus mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Pendelbussen o.ä. ist nicht gegeben, bzw. nicht gewährleistet.
  3. Das Parkhaus wird auch von den Bediensteten genutzt und die vorderen Parkplätze häufig mit „Dauerparkern“ belegt (zu beobachten beim bdquo;Schichtwechsel“), sodass die Wege aus den „hinteren Bereichen“ für Angehörige und Patienten immer weiter werden.
  4. Die Höchstparkgebühr für einen Tag kann dann nicht in Anspruch genommen werden, wenn man kurzfristig für Besorgungen in die Stadt fährt oder z.B. mittags/abends seine Kinder/Angehörigen versorgt und anschließend wieder ins Klinikum zurückkommt.In diesem Fall muss man bei der Ausfahrt bezahlen, bei Rückkunft erhält man einen neuen Parkschein und die Uhr beginnt für diesen Tag erneut von vorne zu laufen !
Lösungsvorschlag:
Da die Grundfunktionen bereits vorhanden sind, könnte die derzeit eingesetzte Software im Rahmen des Parken-Abrechnungssystems folgendermaßen überarbeitet/erweitert werden:
  1. Das Parksystem wird an die Patienten-Verwaltung angekoppelt, jede Patientin/Patient erhält bei der Aufnahme 1-n Parkkarten, welche sie/er an die Angehörigen aushändigen kann.
  2. Auf der Parkkarte wird die jeweiligen Ein- und Ausfahrzeiten aufgezeichnet und bei der Entlassung entsprechend den neu festzulegenden Gebühren abgerechnet. Damit kann auch die Höchstparkgebühr/Tag gerecht zum Tragen kommen.
  3. Die Parkkarte wird nach der Entlassung zur Ausfahrt genutzt, eingezogen bzw. alle anderen entwertet. Bei erneuter Einfahrt mit entwerteter Karte wird diese einbehalten und ein normaler Parkschein ausgegeben.
    Die Karte ist auf andere Angehörige/Besucher der Patienten übertragbar, da mit einer Karte gleichzeitig jeweils nur eine Parkmöglichkeit besteht, weil einem weiteren Auto keine Zufahrt gewährt wird, solange erstes nicht ausgefahren ist.
  4. Weiterer Vorteil ist, dass die kostenlose Kurzparkzeit besser abgerechnet werden kann, pro Einfahrt/Ausfahrt wird bei der Abrechnung einfach die für Parkkarten-Nutzer neu festzulegende Kurzparkzeit für Angehörige mit Parkkarte abgezogen.



Mit diesem Lösungsvorschlag möchte ich Angehörige, welche ohnehin durch die Situation psychisch belastet sind, zumindest von der zusätzlich hinzukommenden finanziell hohen Belastung (Höchstparkgebühr) befreien. Gleichzeitig wird ihnen der Zeitdruck genommen und die Verweildauer beim Patienten kann besser genutzt werden. Das häufige mit der Kurzparkzeit verbundene „auf-die-Uhr-schauen“ - „kostet es was oder noch nicht“ - „bezahlen muss ich auch noch am Automaten“ - „...schaff ich‘s oder nicht“ usw. - entfällt.

Es entsteht zwar vordergründig zusätzlicher Verwaltungsaufwand, welcher m.E. relativ gering gehalten werden kann, da die gesamte Abwicklung eine Software erledigt, sogar die Abrechnung der Parkgebühren völlig bargeldlos über Bankeinzug erfolgen kann.

Für alle anderen Besucher oder Angehörigen, welche nicht das System „Patienten-Parkkarte“ nutzen können oder wollen, bleibt das normale System weiterhin erhalten.

 
Josef Rosner
Kreisrat · B‘90/Die Grünen